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Markus Tressel, tourismuspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, fordert zu mehr Ernsthaftigkeit, im Umgang mit der mitfliegenden Gefahr durch kontaminierte Luft zu erkranken, auf. Die amerikanische Vereinigung von Klimaingenieuren (ASHRAE) hatte 2004 einen ersten Bericht über die Luftqualität von Flugzeugkabinen erstellt und 2007 und 2009 Tests bei weiteren Luftfahrtunternehmen durchgeführt sowie Vorschläge für Filter und Sensoren erarbeitet. Ein vorläufiger Bericht wurde der US Luftfahrtbehörde FAA, der europäischen EASA und der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO vorgelegt. Der Endbericht der ASHRAE wird voraussichtlich Anfang 2011 vorliegen. Markus Tressel geht das nicht schnell genug.
„Es darf kein weiteres Risiko für Flugpersonal und Passagiere eingegangen werden. Die bereits vorhanden Erkenntnisse müssen schneller ausgewertet werden. Wir brauchen nun verlässliche Studien. Die Indizien sind mittlerweile so erdrückend, dass Fluggesellschaften ebenso wie Flugzeug- und Triebwerkölhersteller schon jetzt reagieren müssen.
Wir fordern kurzfristig, nur noch TKP-reine Öle in Triebwerken zu nutzen, den Einbau von Filteranlagen auch hinsichtlich der Wirkung auf andere Nervengifte zu überprüfen und die Wartungsintervalle der notwendigen Dichtungen zu verkürzen.
Langfristig sind insbesondere die Flugzeughersteller gefragt. Der Weg muss weg vom Zapfluftsystem gehen. AIRBUS und BOEING müssen hier ihre Forschungen intensivieren und früher auf den Markt bringen, als geplant – auch bei kleineren Flugzeugtypen.“