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Atomresolution

8. April 2011

Scheitern im Europaparlament ist ein Trauerspiel

Öffentliche Bekundungen nur Lippenbekenntnisse

Zum Scheitern einer gemeinsamen Atomresolution im Europäischen Parlament erklärt der Bundestagsabgeordnete und Generalsekretär der Saar-Grünen, Markus Tressel:

"Was das Europaparlament gestern bei der Debatte um die Atomenergie abgeliefert hat, ist ein wahres Trauerspiel. Offenbar sind die öffentlichen Bekundungen gegen die Atomkraft seit der Atomkatastrophe in Japan reine Lippenbekenntnisse. Ein wirkliches Einsehen der Gefahren der Atomenergie und ein echtes Umdenken gibt es anscheinend bei vielen EU-Parlamentariern immer noch nicht. Anders ist das Scheitern einer gemeinsamen Resolution nicht zu erklären.

Wir fordern, dass die Sicherheitsanforderungen für alle Atomkraftwerke in Europa deutlich verschärft und gefährliche Anlagen sofort abgeschaltet werden. Es dürfen auch keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden. In dieser Frage stehen alle europäischen Staaten in der Verantwortung.

Bei einem Störfall macht die Radioaktivität nicht an Staatsgrenzen halt. Die schrecklichen Ereignisse von Fukushima zeigen, dass die Atomkraft einfach nicht beherrschbar ist. Kein Land auf der Welt kann garantieren, dass es in seinen Atomkraftwerken nicht zu Störfällen mit schlimmen Folgen für die Menschen und die Umwelt kommen kann. Der einzige Weg ist, in Zukunft auf eine andere Art der Energieerzeugung zu setzen. Die Energiestrategie der Europäischen Gemeinschaft muss endlich auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgerichtet werden. Atomkraft ist keine Alternative – Europa muss den Ausstieg schaffen!“

Zusätzliche Information

Schluss mit der Atomlüge