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AKW-Stresstest

18. November 2011

Frankreich muss handeln!

Studie zur Sicherheit der französischen Atomkraftwerke

Zur Studie über die Sicherheit der französischen Atomkraftwerke erklärt der Landesvorsitzende der Saar-Grünen, Hubert Ulrich:

"Die Stresstests haben leider genau das offen gelegt, was wir seit Jahren vermuten: auch die französischen Atomkraftwerke sind nicht sicher. Ausnahmslos alle 58 französischen AKW müssen nach der Studie des französischen Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit dringend nachgerüstet werden. Fukushima hat gezeigt, dass Naturkatastrophen wie Erdbeben nicht nur ein theoretisches Gespenst sind, sondern Atomkraftwerke ernsthaft beschädigen und einen nuklearen Störfall unglaublichen Ausmaßes auslösen können. Bis heute sind die havarierten Reaktoren in Japan nicht unter Kontrolle zu bekommen. Es droht eine weitere nukleare Verseuchung von Mensch und Umwelt. Der Staatskonzern EdF, der die französischen Atommeiler betreibt, muss die Ereignisse von Fukushima und die Ergebnisse der jetzigen Stresstests sehr ernst nehmen und ohne weiteres Zögern handeln. Pannenmeiler wie Cattenom und Fessenheim, die zudem auch noch in unserer unmittelbaren Umgebung liegen, müssen sofort vom Netz genommen werden.

In Frankreich beginnt langsam ein Umdenken in der Bevölkerung. Viele Menschen dort erkennen inzwischen die Gefahren der Nutzung der Atomkraft. Anders als früher schwindet die Zustimmung zur Atomenergie. Es ist höchste Zeit, dass die französische Regierung Maßnahmen zum Ausstieg einleitet. Horrorszenarien wie Stromausfälle und Massenarbeitslosigkeit, die die französische Atomlobby an die Wand malt, sind reine Panikmache. Der Atomausstieg in Deutschland zeigt ganz klar, dass der Umbau auf Erneuerbare Energien funktioniert und sogar als Jobmotor und wichtiger Wirtschaftsfaktor wirken kann. Diese Chancen sollte auch Frankreich endlich nutzen statt weiter auf eine hochriskante Technologie zu setzen."

Die Saar-Grünen rufen in diesem Zusammenhang auch zur Teilnahme an Protesten gegen den Castortransport vom französischen La Hague nach Gorleben in der kommenden Woche auf. Nach derzeitigen Planungen werde der Transport am Freitag, den 25.11.2011, einen länger andauernden Stopp in Neunkirchen einlegen, bevor er weiter nach Gorleben rollt. Dort werden Protestaktionen stattfinden.

 

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