Bürgerschaftliches Engagement auf dem Land: Tressel fordert mehr Unterstützung durch den Bund

Die Menschen auf dem Land engagieren sich häufiger in Vereinen und in Ehrenämtern als die Menschen in der Stadt. Das belegen neue Zahlen der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion. Damit aber auch der zivilgesellschaftliche Katastrophenschutz auf dem Land gewährleistet bleibt, muss der Bund Engagierten den Rücken stärken, fordert Markus Tressel, Sprecher für ländliche Entwicklung:

„Erfreulicherweise nimmt das Engagement seit Jahren zu, sodass mehr als ein Drittel aller Menschen Aufgaben für unser Zusammenleben übernehmen. Gerade Frauen engagieren sich mehr und mehr in Musik- oder Sportvereinen, im Bildungsbereich, in der Kirche oder in der Freizeitgestaltung. Auf dem Land ist sogar fast die Hälfte aller Menschen aktiv, was das Leben auf dem Land in besonderer Weise prägt und für viele so lebenswert macht.

Bürgerschaftliches Engagement ist aber nicht nur „nice-to-have“. Der zivilgesellschaftliche Katastrophenschutz, also Unfall- oder Rettungsdienste oder die Freiwillige Feuerwehr, übernimmt gerade in dünn besiedelten ländlichen Räumen zentrale Aufgaben unserer Sicherheit. Leider konnte beispielsweise das Technische Hilfswerk nicht vom allgemeinen Aufschwung bürgerschaftlichen Engagements profitieren. Nach Aussetzung der Wehrpflicht ist es zwar gelungen die Anzahl Aktiver nahezu konstant zu halten. Doch die Sicherheit unser Dörfer und Gemeinden in der Fläche darf nicht nur von den immer gleichen und immer älteren Menschen getragen werden.“

Um Nachwuchs zu fördern stehe auch der Bund in der Pflicht, bürgerschaftliches Engagement attraktiver zu gestalten und eine Kultur der Wertschätzung zu etablieren. Tressel fordert, mit mehr Mitteln aus dem Bundeshaushalt Engagierte besser zu begleiten und weiterzubilden, sowie mit einer Engagementkarte, die Rabatte in Schwimmbädern und öffentlichen Einrichtungen ermöglicht, „Dankeschön!“ zu sagen.“

Regionalwirtschaft

  • Mittelstand fördern
  • Einzelhandel erhalten
  • Regionale Wertschöpfung stärken

Nahversorgung

  • Integrative Konzepte entwickeln
  • regionaler Lebensmittel vermarkten
  • Gesundheitsversorgung sichern

Daseinsvorsorge

  • Breitband-Ausbau vorantreiben
  • Interkommunale Zusammenarbeit erleichtern
  • Versorgungslücken überbrücken

Demografie

  • Freizeitangebote schaffen
  • Bürgerbeteiligung ernst meinen
  • Barrierefreiheit umsetzen

Ländliche Mobilität

  • Tourismus fördern
  • Erreichbarkeit des ländlichen Raums sichern
  • Innovative ÖPNV-Konzepte umsetzen

Förderpolitik

  • Fördertöpfe verzahnen
  • Akteure vor Ort stärken
  • Kommunen unterstützen