Militärischer Fluglärm: Hotspot Saarland

Über dem Saarland und der Westpfalz wird seit Jahren ein großer Teil des militärischen Übungsflugbetriebs in Deutschland konzentriert, wie aus der Antwort der Bundesregierung (Drs. 18/5521) auf eine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion hervorging. Das hohe Flugaufkommen und die damit verbundene dauerhafte Lärmbelastung führt bei der betroffene Bevölkerung nicht nur zu Einbußen in der Lebensqualität, sondern auch zu vielfältigen gesundheitlichen Belastungen. Auch die Entwicklung des Tourismus in der Region sowie die Wertentwicklung von Immobilien werden negativ beeinflusst.

Auch auf Initiativen der saarländischen Landesregierung zur Reduzierung der Lärmbelastung hat die Bundesregierung ausweichend reagiert. Sie hat erkennen lassen, dass eine Verlagerung oder Reduzierung des Flugbetriebs nicht geplant ist, wie aus der Antwort auf eine schriftliche Frage vom August 2015 hervorgeht.

Fluglärm ohne Grenzen?

Ab März 2016 soll die TRA Lauter in einem neuen deutsch-französisch Übungsraum EUC 22 aufgehen, der ab 2018 auch gemeinsam verwaltet werden soll, so dass den Streitkräften beider Länder der gesamte Übungsraum „bedarfsgerecht“ zu Verfügung steht. Laut der Bundesregierung soll die neue Übungszone nicht zu "signifikanten Auswirkungen auf die militärischen Nutzungsraten in der Region" führen. Ob dieser Umbau des Luftraums aber tatsächlich kommt, ist noch ungewiss. Am 08. Januar 2016 hieß es im Innenausschuss des saarländischen Landtages, die bi-nationale Übungszone sei vom Tisch. Das allein, garantiert aber noch keine Entlastung für das Saarland.