Fernverkehr 02.08.2017

Air Berlin-Chaos schadet Standort Saarland

Tressel will Fernverkehrs-Masterplan für das Saarland

Anlässlich der aktuellen Fälle von Verspätungen und Ausfällen auf der Air Berlin-Verbindung zwischen Saarbrücken und Berlin-Tegel fordert der saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel die Airline auf, die Zuverlässigkeit auf der Strecke wieder herzustellen. Darüber hinaus fordert Tressel, der auch Mitglied im Verkehrsausschuss ist, eine Fernverkehrsstrategie für das Saarland.

Tressel: „Mittlerweile gleicht das Fliegen mit Air Berlin einem Glückspiel: Man weiß nie so genau, ob und wann man irgendwo ankommt. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Die Airline muss die Zuverlässigkeit auf der Strecke zwischen Saarbrücken und Berlin wieder herstellen. Dazu muss sie zum Beispiel sicherstellen, dass genug Kabinenpersonal vorhanden ist, um Flüge wie angekündigt durchführen zu können und Ausfälle zu vermeiden.“

Im Fall von Stornierungen rät Tressel den betroffenen Flugreisenden, ihr Recht gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung geltend zu machen. Demnach stehen den Reisenden bei einem Flugausfall bis zu 250 Euro an Entschädigung zu, unabhängig vom Reisepreis, auch dann, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt befördert werden. Tressel: „Fluggäste sollte ihre Rechte kennen und geltend machen. Sofern kein außergewöhnlicher Umstand für die Stornierung verantwortlich ist, also etwa ein Orkan, müssen die Airlines zahlen.“

Tressel kritisiert zudem den Mangel an Verkehrsalternativen: „Nur wenige Fernzüge halten noch in Saarbrücken und diese sind etwa auf der Strecke nach Frankfurt auch nicht wesentlich schneller als der Regionalzug unterwegs. Gerade für Geschäftsreisende ist das keine wirkliche Alternative. Diese zunehmende Abkopplung des Landes schadet auf Dauer dem Wirtschaftsstandort. Die Landesregierung muss deshalb einen Masterplan entwickeln, wie sie eine zukunftsfähige Anbindung des Saarlands gewährleisten kann.“

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