Bildung 17.05.2017

Im Saarland fehlen über 2600 Kitaplätze

Im Saarland fehlen über 2600 Kitaplätze für frühkindliche Betreuung, das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Markus Tressel, grüner Bundestagsabgeordneter aus dem Saarland und fordert deshalb von der neuen Landesregierung mehr Engagement beim Kitaausbau:

„Laut der Rechnung des IW fehlen im Saarland über 2600 Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren, das sind mehr als 11 Prozent des Bedarfs, obwohl Familien einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben. Damit ist die Situation zwar nicht so kritisch wie in anderen Regionen Deutschlands, aber dennoch verbergen sich hinter dieser Zahl mehr als 2600 Familien, die vor immensen Problemen stehen: Eltern können nicht in ihren Beruf zurückkehren, obwohl sie das wollen, haben zusätzliche Kosten für Tagesmütter und einen enormen Organisationsaufwand, um Job und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. All diese Probleme gehen oft am stärksten zu Lasten der Mütter, deshalb ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kitaplätzen auch eine Frage gelebter Gleichberechtigung.

Im Koalitionsvertrag der neuen saarländischen Landesregierung steht leider wenig Konkretes zu diesem Thema. Stattdessen rechnen sich die Koalitionäre ihre Aufgabe klein: Im Koalitionsvertrag wird eine Versorgungsquote von 35 Prozent behauptet, während das IW nur auf 28,6 Prozent kommt. Der Bedarf liegt bei etwa einer Versorgungsquote von 40%. Im Sinne der saarländischen Familien erwarte ich von der neuen Landesregierung, dass sie hier schnellstens konkret wird und einen Plan vorlegt, wie sie die Zahl der Kitaplätze ausbauen will.“

 

 

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