Wirtschaft 12.12.2017

Stellenabbau bei Siemens: Energiewende ist nicht das Problem

Anlässlich der drohenden Betriebsschließungen bei Siemens, die auch das Saarland betreffen, warnt Markus Tressel, grüner Bundestagsabgeordneter aus dem Saarland davor, die Ursache für den drohenden Stellenabbau bei der Energiewende zu suchen.

Tressel dazu: „Es wäre ein Fehlschluss, der Energiewende die Schuld für die drohenden Schließungen beim Siemens-Konzern in die Schuhe zu schieben. Das Problem liegt eher darin, dass die Bundesregierung die Energiewende in den letzten Jahren immer wieder ausgebremst hat, statt einen langfristig planbaren Kurs zu steuern. So hat sie sich In den letzten Jahren schützend vor veraltete Kohlekraftwerke gestellt, statt konsequent auf einen modernen Mix aus erneuerbaren Energien und effizienten Gaskraftwerken zu setzen.

Bei den erneuerbaren Energien gibt es erhebliches Potential für neue Arbeitsplätze, schon durch das Klimapaket der Bundesregierung könnten bis zu 430.000 neue Jobs entstehen. Aber stattdessen sind durch die Fehlsteuerungen der Politik  Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien bereits wieder verloren gegangen. Fehlentwicklungen etwa bei EEG wurden zu lange ignoriert, nur um dann eine drastische Überkorrektur vorzunehmen. Bei diesem Hin und Her geht jede Planbarkeit verloren. So fällt es Unternehmen natürlich schwer, in neue Technologien zu investieren und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.

Das Beispiel Siemens zeigt auch: Wenn sich Unternehmen darauf verlassen, dass die Politik ihre veralteten Technologien oder Geschäftsmodelle vor dem Fortschritt schützt, dann folgt irgendwann für beide Seiten ein böses Erwachen. Wer angesichts von Innovation und technischem Fortschritt nur defensiv agiert, der darf sich am Ende nicht wundern, wenn neue Arbeitsplätze an anderen Orten entstehen.“

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