Radverkehr 06.04.2017

Tressel: Mehr Fördermittel für Radschnellwege statt Augenwischerei

„Zunächst Basisinfrastruktur für den Alltagsradverkehr ertüchtigen“

Zu der Ankündigung der Bundesregierung im Jahr 2017 Radschnellwege mit 25 Millionen Euro zu fördern erklärt Markus Tressel, saarländischer Grünen-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Verkehrsausschuss:

„25 Millionen Euro für die Förderung von Radschnellwegen in Deutschland ist reine Augenwischerei. Mit diesem Geld können höchstens 20 Kilometer Radschnellweg gebaut werden. Damit ist den Berufspendlern nicht geholfen. Das Geld wird nicht dazu führen, dass diese für den Weg zur Arbeit auf das Fahrrad umsteigen.

Grundsätzlich ist es der richtige Ansatz Radschnellwege zu fördern, aber die Fördersumme muss deutlich höher sein. Zudem muss die Landesregierung diese Fördermittel dann auch abrufen. Bei Fördermitteln für Radwege entlang von Bundesfernstraßen hat sie die zur Verfügung stehenden Mittel in den vergangenen zwei Jahren nicht angerührt. Es reicht nicht aus, dass die Regierung von Frau Kramp-Karrenbauer nur Absichtserklärungen im Wahlprogramm und in Form von Fahrradpapieren veröffentlicht. Hier muss sie ihren Worten auch Taten folgen lassen.

Ohne gute Grundlage helfen aber auch keine Radschnellwege. Deswegen muss zunächst die Basisinfrastruktur für den Alltagsradverkehr ertüchtigt werden. Wer auf der Zuführung zum Schnellweg Kopf und Kragen riskieren muss, dem bringen auch 3 Kilometer Radschnellweg wenig.“

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