Ernährung 15.06.2012

Fettleibigkeit durch Nährwerteampel bekämpfen

Tressel fordert nationale Einführung

Tressel fordert die nationale Einführung einer Nährwertampel. Mit einer solchen Kennzeichnung könnten Produkte im Supermarkt und in der Außerhausverpflegung mit entsprechenden Nährwertprofilen und Kalorienangaben versehen werden, um die wachsende Fettleibigkeit einzudämmen. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts nimmt die krankhafte Fettleibigkeit bei jungen Menschen, insbesondere bei jungen Männern, immer weiter zu. Ein Grund für das erschreckende Ergebnis ist der falsch erlernte Ernährungsstil. Junge Erwachsene kochen heute oft nicht mehr selbst, sondern ernähren sich von Junk- und Fastfood außer Haus. Dabei fehlt ihnen oft das Wissen über die enthaltenen Nährwerte und die Kalorien.

"Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft die Einführung der Ampel für mehr Transparenz verhindert. Damit setzt die Bundesregierung auf die falschen Maßnahmen und schiebt die Verantwortung den Verbrauchern zu, denen aber gar nicht die Möglichkeit gegeben wird, sich umfassend zu informieren", sagt Tressel.

Frühstücksburger und Bubbel Tea höchst bedenklich

Eine farbliche Ampel-Kennzeichnung bietet im Supermarkt eine gute Vergleichsmöglichkeit auf einen Blick, insbesondere bei ähnlichen Fertigprodukten. Auch Produkte in der Außerhausverpflegung sollten klar auf der Verpackung und der Speisekarte gekennzeichnet werden, damit Kunden, insbesondere junge Erwachsene wissen, dass etwa der ,,Frühstücksburger" von Burger King mit über 800 Kilokalorien zu Buche schlägt und mehr Fett enthält als für Erwachsene täglich empfehlenswert ist. Auch das neue Modegetränk Bubble Tea ist aus Ernährungssicht höchst bedenklich. Mit einem einzigen Bubble Tea von 0,2-Litern hat ein Kind schon ein Drittel seines Energiebedarfs durch Unmengen an Zucker zu sich genommen, ohne satt zu sein.

 

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