Bundesregierung lässt Europas Jugend im Stich

Anlässlich des Debakels um das Ausbildungsprogramm MobiPro- EU [the job of your life] hat Markus Tressel der Bundesregierung vorgeworfen, Europas Jugend im Stich zu lassen.

Bundeskanzlerin Merkel, Arbeitsministerin Nahles und auch ihre Vorgängerin von der Leyen haben sich auf internationaler Bühne immer wieder mit den Erfolgen des Förderprogrammes gebrüstet. Das Sonderprogramm des Bundes unterstützt seit Januar 2013 ausbildungsinteressierte Jugendliche und arbeitslose junge Erwachsene aus EU-Staaten bei der Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung in Deutschland. Es soll gleichermaßen jugendlichen Arbeitslosen in Europa eine Perspektive bieten, gleichzeitig aber auch zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland beitragen und die berufliche Mobilität in Europa erhöhen. Seit Anfang des Jahres liegt die Finanzierung plötzlich brach. Viele Jugendliche sind jetzt ohne Förderung in Deutschland gestrandet.

Tressel: „Die deutsche Tourismusbranche hat sich besonders um das Programm bemüht. Unternehmer haben bereits viel Zeit, Geduld und Geld in die jungen Menschen gesteckt. Von den Hoffnungen und den finanziellen Aufwendungen der Jugendlichen, die jetzt in der Förderfalle sitzen, ganz zu schweigen. Da ist es schon frech, wenn die Bundesregierung jetzt die Verantwortung für das Tohuwabohu den Bildungsträgern in die Schuhe schiebt.“

Die Bundesregierung dürfe sich hier keinen schlanken Fuß machen, so der Grünen Politiker. Es sei nur verständlich, dass die jungen Menschen jetzt enttäuscht und verärgert seien. Das Verhalten der Bundesregierung lasse auch Rückschlüsse darüber zu, wie ernst es der Bundesregierung mit der Fachkräftesicherung für den Mittelstand in Wirklichkeit sei.

2011-10-27-europa