Breitband: Landesregierung muss sich für Wettbewerb einsetzen

Der saarländische Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Digitale Infrastruktur Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Pläne der Bundesnetzagentur, der Deutschen Telekom die Nutzung der Vectoring-Technologie zu erlauben, scharf kritisiert: Mit Vectoring wolle sich die Telekom nochmal 10 Jahre auf ihren alten Kupferkabelnetzen ausruhen, die einst der Steuerzahler bezahlt habe. Der Ausbau moderner Glasfaserleitungen werde dafür auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Dies betreffe auch saarländische Unternehmen. Die Landesregierung müsse sich deshalb mit Nachdruck gegen diese Entscheidung positionieren.

„Der Entwurf der Bundesnetzagentur ist ein großes Risiko für den freien Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt. Mit der Entscheidung für das Vectoring bekommt der ehemalige Staatskonzern Telekom faktisch ein neues Monopol geschenkt. Wettbewerber und Neueinsteiger am Markt werden benachteiligt. Auch im Saarland haben Unternehmen viel Geld in den Ausbau von Glasfaserleitungen investiert. Die saarländische Landesregierung muss sich deshalb mit Nachdruck für den freien Marktzugang und für die Rechte von kleinen, innovativen Unternehmen einsetzen.“

Mit der Vectoring-Technik will die Telekom die Kapazitäten von Hausanschlüssen mit Kupferkabeln auf bis zu 100Mbit/s erhöhen und so die Kapazitäten der alten Kabel ausreizen. Diese Technik kann jedoch nur funktionieren, wenn ein einziger Anbieter alle an einem Hauptverteiler zusammenlaufenden Anschlüsse bedient. Wettbewerber, die bis jetzt von der Telekom Leitungen mieten konnten, werden dadurch ausgeschlossen.

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