Zum Antrag der Grünen Bundestagsfraktion „Partizipationsrechte für Kinder und Jugendliche im demografischen Wandel stärken“, der heute im Bundestag beraten wird, erklärt Markus Tressel, Sprecher für ländliche Räume:

„Der demografische Wandel hinterlässt seine Spuren am deutlichsten auf dem Land. Junge, gut ausgebildete Leute wandern in die Städte ab. Zurück bleiben ältere Menschen, die altersgerechte und barrierefreie Infrastruktur benötigen. Gleichzeitig müssen schrumpfende Regionen gerade für die Jugend attraktiv bleiben. Kindern und Jugendlichen muss die Möglichkeit gegeben werden, ihr eigenes Lebensumfeld und ihre Zukunft zu gestalten. Diese Beteiligung wollen wir im Antrag strukturell und konsequent festschreiben.“

Zum 25-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention bleibt gerade bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen viel zu tun. Im ländlichen Raum müssen junge Menschen in kommunalen Gremien und Organen der Regionalentwicklung einen festen Platz bekommen.

„Die Regionalentwicklungsprogramme dürfen nicht länger nur für Kinder und Jugendliche planen, sondern müssen mit ihnen planen. Ohne großen Aufwand können wir beispielsweise auf Bundesebene festschreiben, Jugendliche in der Umsetzung des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER vor Ort mitwirken zu lassen. Genauso bietet die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz Raum, Jugendverbänden, die sich für ihr Lebensumfeld engagieren, auch die Werkzeuge in die Hand zu geben auf Augenhöhe mit Erwachsenen zu agieren. Nur durch langfristige Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entsteht eine aktive Zivilgesellschaft auf Jahre, die über den Erfolg ländlicher Entwicklung entscheidet. Klar ist: Bleiben junge Menschen, lebt das Dorf!“

Regionalwirtschaft

  • Mittelstand fördern
  • Einzelhandel erhalten
  • Regionale Wertschöpfung stärken

Nahversorgung

  • Integrative Konzepte entwickeln
  • regionaler Lebensmittel vermarkten
  • Gesundheitsversorgung sichern

Daseinsvorsorge

  • Breitband-Ausbau vorantreiben
  • Interkommunale Zusammenarbeit erleichtern
  • Versorgungslücken überbrücken

Demografie

  • Freizeitangebote schaffen
  • Bürgerbeteiligung ernst meinen
  • Barrierefreiheit umsetzen

Ländliche Mobilität

  • Tourismus fördern
  • Erreichbarkeit des ländlichen Raums sichern
  • Innovative ÖPNV-Konzepte umsetzen

Förderpolitik

  • Fördertöpfe verzahnen
  • Akteure vor Ort stärken
  • Kommunen unterstützen