Förderung bleibt kleckerhaft

Zur Bilanz von Landwirtschaftsminister Schmidt über das Modellvorhaben LandZukunft erklärt Markus Tressel: Strukturschwache Regionen im ländlichen Raum brauchen innovative Förderung. Mit den richtigen Mitteln können Akteurinnen und Akteure vor Ort ihr Umfeld selbst gestalten. Die Modellregionen des Programms LandZukunft haben gezeigt, dass ein Regionalmanagement passgenaue und innovative Lösungen für die ländliche Entwicklung finden kann.

Für lebenswerte ländliche Räume brauchen wir eine strukturelle und dauerhafte Förderung. Läppische 10 Millionen für das Bundesprogramm greifen da viel zu kurz. Die eigentliche Zukunftsaufgabe ist die Weiterentwicklung der Förderpolitik nach 2020, die Schmidt mit seinen Kolleginnen und Kollegen anderer Ressorts endlich beherzt anpacken muss.

Stattdessen greift das Programm Land(auf)Schwung kurz: Auch hier wieder nur eine Förderung einzelner Modellregionen für eine begrenzte Zeitdauer. Nach zwei Jahren werden sich auch diese Regionen gut entwickelt haben. Wichtig ist aber der Blick über die zwei Jahre hinaus: Wie entwickeln sich eigentlich die Modellprojekte und best-practice-Beispiele nach Ende der Förderung? Und was sollen die etwa 180 ländlichen Kreise in der Zwischenzeit tun, die nicht gefördert werden?

 

 

Regionalwirtschaft

  • Mittelstand fördern
  • Einzelhandel erhalten
  • Regionale Wertschöpfung stärken

Nahversorgung

  • Integrative Konzepte entwickeln
  • regionaler Lebensmittel vermarkten
  • Gesundheitsversorgung sichern

Daseinsvorsorge

  • Breitband-Ausbau vorantreiben
  • Interkommunale Zusammenarbeit erleichtern
  • Versorgungslücken überbrücken

Demografie

  • Freizeitangebote schaffen
  • Bürgerbeteiligung ernst meinen
  • Barrierefreiheit umsetzen

Ländliche Mobilität

  • Tourismus fördern
  • Erreichbarkeit des ländlichen Raums sichern
  • Innovative ÖPNV-Konzepte umsetzen

Förderpolitik

  • Fördertöpfe verzahnen
  • Akteure vor Ort stärken
  • Kommunen unterstützen