Ländliche Räume: Grüne fordern wirksame Förderstruktur

Zur heutigen Konstituierung des Sachverständigenrates Ländliche Räume im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Vorfeld der Internationalen Grüne Woche (IGW) erklärt Markus Tressel, Sprecher für Ländliche Räume:

"Um die vielfältigen Herausforderungen ländlicher Räume anzupacken, braucht es Sachverstand. Insofern ist zu begrüßen, dass das Landwirtschaftsministerium sich beraten lässt. Denn in schrumpfenden ländlichen Regionen leben nicht nur immer weniger Menschen. Es dünnen auch öffentlicher Verkehr, Kultur- und Freizeitangebote oder ärztliche Versorgung aus. Entsprechend müssen verschiedene Ressorts und Fachbereiche an nachhaltigen Lösungen für das Leben auf dem Land zusammen arbeiten. Letztes Jahr hat der Arbeitsstab ländliche Räume verschiedener Ministerien pünktlich zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche öffentlichkeitswirksam seine Arbeit aufgenommen, doch getan hat sich wenig. Damit der Sachverständigenrat Wirkung zeigt, muss das Landwirtschaftsministerium Taten folgen lassen.

Eines der laut Minister Schmidt wichtigsten Gesetzesvorhaben seines Hauses in dieser Legislatur schrumpft derweil immer weiter zusammen: Von der im Koalitionsvertrag beherzt geplanten Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur bleibt ein abgemagertes Reförmchen übrig. Wie sie das Leben auf dem Land verbessern soll bleibt fraglich, wenn der Fokus nicht stärker auch auf Betriebe und gute Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft oder die ländliche Daseinsvorsorge gelegt wird. Das BMEL sollte jetzt transparent und entschlossen an einer nachhaltigen Förderstruktur nach 2020 tüfteln, um ländliche Räume als attraktives Lebensumfeld zu erhalten."

Regionalwirtschaft

  • Mittelstand fördern
  • Einzelhandel erhalten
  • Regionale Wertschöpfung stärken

Nahversorgung

  • Integrative Konzepte entwickeln
  • regionaler Lebensmittel vermarkten
  • Gesundheitsversorgung sichern

Daseinsvorsorge

  • Breitband-Ausbau vorantreiben
  • Interkommunale Zusammenarbeit erleichtern
  • Versorgungslücken überbrücken

Demografie

  • Freizeitangebote schaffen
  • Bürgerbeteiligung ernst meinen
  • Barrierefreiheit umsetzen

Ländliche Mobilität

  • Tourismus fördern
  • Erreichbarkeit des ländlichen Raums sichern
  • Innovative ÖPNV-Konzepte umsetzen

Förderpolitik

  • Fördertöpfe verzahnen
  • Akteure vor Ort stärken
  • Kommunen unterstützen