Tressel: Zukunftsfähige Strukturen auf dem Land schaffen

Zum Beschluss der Grünen Bundestagsfraktion „Lebendige Regionen statt öder Orte. Grüne Eckpunkte für lebenswerte Regionen“ erklärt Markus Tressel, Sprecher für ländliche Entwicklung:

„Das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern hat die Debatte um abgehängte Regionen angeheizt. Wenn ländlichen Regionen langsam ausbluten, Arbeitsplätze verloren gehen und gesellschaftliche Strukturen von der Schule bis zum Sportverein wegbrechen, dann kann Nährboden für Rechtspopulismus und –extremismus entstehen.

Um dem entgegen zu wirken, müssen wir auf dem Land stärker in den gesellschaftlichen Zusammenhalt investieren, das Vereinsleben und die Jugendarbeit stärken und Orte der Begegnung schaffen. Die Bundesregierung hat es in dieser Legislaturperiode versäumt, die Weichen in der Förderpolitik in diese Richtung zu stellen. Die GAK bleibt ein Instrument zur Förderung der Landwirtschaft und verfehlt damit die zentrale Zukunftsaufgabe die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse neu zu definieren.

Ländliche Entwicklung ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Wie ein Lebensweg verläuft, darf nicht von der Herkunftsregion abhängen. Wir müssen allen Menschen Teilhabe ermöglichen und die gleichen Chancen eröffnen, auch wenn immer mehr Menschen wegziehen. Im vorliegenden Positionspapier hat die Grüne Bundestagsfraktion Vorschläge vorgelegt, wie das bei steigenden pro-Kopf-Ausgaben und knappen Ressourcen gelingen kann: Durch Investitionen in schnelles Internet und die Digitalisierung, durch viel Entscheidungskompetenz in der Planung und Mittelvergabe vor Ort und natürlich durch gute Bildung und eine starke regionale Wirtschaft.“

Den Fraktionsbeschluss finden die hier.