Tressel fordert mehr Unterstützung für Unternehmen

Anlässlich neuen Tiefstandes bei den Ausbildungszahlen, den die Bundesbildungsministerin heute im Bundestag verkündete, warnt der der saarländische Bundestagsabgeordnete Markus Tressel vor dem drohenden Fachkräftemangel und fordert die Bundesregierung auf, das duale Berufsbildungssystem zu modernisieren und es Unternehmen zu erleichtern, mehr auszubilden.

Der Bundestagsabgeordnete dazu: „Wenn nur noch ein Fünftel der Betriebe ausbildet, muss sich niemand wundern, wenn es bald an Fachkräften fehlt. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im Saarland zwischen 2010 und 2013 von 8.473 auf 7.403 gesunken. Insbesondere dem Mittelstand stehen dadurch Schwierigkeiten ins Haus, denn er ist auf die nächste Generation von hochqualifizierten Fachkräften angewiesen. Die Unternehmen müssen deshalb auch im eigenen Interesse wieder mehr Ausbildungsplätze schaffen.“

Aber auch die Bundesregierung sei hier gefragt. Eine Strukturreform des Berufsbildungssystems sei überfällig.  Um die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe nachhaltig zu stärken, müsse die Kombination von Lernorten vorangetrieben werden.
Tressel hierzu: „So kann besonders Unternehmen ohne Ausbildungstradition, kleineren Handwerksbetrieben und sehr spezialisierte Firmen die geholfen werden, betriebliche Ausbildung in Form von einzelnen Ausbildungsbausteinen anzubieten. Gleichzeitig muss das Berufsbildungssystem durchlässiger gestaltet werden, so dass die Anerkennung und Anrechnung von Ausbildungsbausteinen erleichtert wird.“ Darüber hinaus fordert Tressel eine bessere Beratung und Förderung der Auszubildenden und eine Straffung der diversen Förderprogramme des Bundes und der Länder.

Regionalwirtschaft

  • Mittelstand fördern
  • Einzelhandel erhalten
  • Regionale Wertschöpfung stärken

Nahversorgung

  • Integrative Konzepte entwickeln
  • regionaler Lebensmittel vermarkten
  • Gesundheitsversorgung sichern

Daseinsvorsorge

  • Breitband-Ausbau vorantreiben
  • Interkommunale Zusammenarbeit erleichtern
  • Versorgungslücken überbrücken

Demografie

  • Freizeitangebote schaffen
  • Bürgerbeteiligung ernst meinen
  • Barrierefreiheit umsetzen

Ländliche Mobilität

  • Tourismus fördern
  • Erreichbarkeit des ländlichen Raums sichern
  • Innovative ÖPNV-Konzepte umsetzen

Förderpolitik

  • Fördertöpfe verzahnen
  • Akteure vor Ort stärken
  • Kommunen unterstützen