01.03.2019

Bahn-Investitionen: Notwendige Maßnahmen bleiben wieder aus

Tressel: Bund und Land müssen Investitionsmittel deutlich steigern

Als Reaktion auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, im laufenden Jahr 420 Millionen Euro in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammengenommen in die Bahn-Infrastruktur investieren zu wollen, wirft der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel der Bahn vor, davon zu wenig im Saarland zu investieren. Laut ihrer Medienakündigung wolle die Bahn dieses Jahr offenbar lediglich zwei Haltepunkt-Modernisierungen angehen und einen Durchlass erneuern. Tressel betont, dies sei zu wenig. Für einen attraktiven und zukunftsfesten Personen- und Güterverkehr brauche es mehr Investitionen im Saarland. Bund und Land müssten ihre Finanzhilfen deutlich nach oben schrauben. Nur so kämen die Investitionen beim Fahrgast überhaupt spürbar an.

„Die Ankündigung der Deutschen Bahn, 420 Millionen Euro in die Bahn-Infrastruktur in Rheinland-Pfalz und dem Saarland investieren zu wollen, ist bei näherer, auf das Saarland bezogener Betrachtung mehr als ernüchternd. Offenbar sollen im Saarland neben der Modernisierung eines Durchlasses zwischen Niederwürzbach und Zweibrücken lediglich die Haltepunkte Blieskastel-Lautzkirchen und Bierbach erneuert sowie die Bauarbeiten an den Haltepunkten Eppelborn und Bubach fertiggestellt werden. Viele notwendige Investitionen in die Infrastruktur bleiben offenbar auch dieses Jahr wieder aus“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Ein attraktiver und zukunftsfester Personen- und Güterverkehr auf der Schiene brauche aber deutlich mehr Investitionen. Tressel: „Bund und Land müssen ihre Finanzhilfen deutlich nach oben schrauben, so dass notwendige Investitionen nicht weiter ausbleiben. Immer noch sind beispielsweise weder Illtal-, Würzbach-, noch Niedtalbahn elektrifiziert, fehlen notwendige Weichen und Überholgleise und Nadelöhre für einen zukünftigen Ausbau des Verkehrsangebots sind nicht beseitigt. Auch könnte die ICE-Strecke zwischen Saarbrücken und Forbach im Bereich der Saarbrücke ertüchtigt werden.“ Zugleich müssten die Investitionen bei den Fahrgästen auch spürbar ankommen. „Viele Bahnhöfe und Haltepunkte im Saarland sind für Reisende unzureichend ausgestattet. Landesweit fehlen Warteräume, Fahrgastinformationsanlagen, Parkplätze, Bike&Ride-Angebote, Schließfächer und Toiletten. Von der fehlenden Barrierefreiheit ganz zu schweigen.“

 

 

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