Automobilindustrie 27.02.2018

Diesel-Urteil: Tressel fordert verkehrspolitisches Sofortprogramm

Hersteller jetzt in der Pflicht zur Nachrüstung – ÖPNV deutlich ausbauen

Der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel hat angesichts des heutigen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zu Dieselfahrverboten die PKW-Hersteller aufgefordert, die betroffenen Fahrzeuge umgehend technisch nachzurüsten. Der Bund müsse die Hersteller im Zweifel zwingen, zeitnah eine entsprechende Rückrufaktion zu starten. Gleichzeitig müssten Bund und Länder ein verkehrspolitisches Sofortprogramm auf den Weg bringen, mit dem der ÖPNV in Deutschland deutlich aufgewertet werde und gleichzeitig Emissionsarme oder –freie Autos einen größeren Anteil am Gesamtbestand bekommen.

Tressel sagte dazu in Berlin: „Das Gericht hat die jahrelange Verweigerungshaltung der Autoindustrie und der Bundesregierung durchkreuzt. Damit nicht die betroffenen Dieselfahrer die Leidtragenden sind, müssen Autoindustrie und Bundesregierung endlich dafür sorgen, dass zeitnah technische Nachrüstungen bei den betroffenen Diesel-PKW stattfinden. Für diese müssen alleine die Hersteller aufkommen. Nur so lassen sich die Stickoxidemissionen wirkungsvoll an der Hauptquelle reduzieren und damit Fahrverbote vermeiden.“

Zudem müsste der ÖPNV in Deutschland weiter verbessert und ausgebaut werden. Gleichzeitig müssten die Autobauer stärker auf emissionsfreie Fahrzeuge setzen um im internationalen Innovationswettbewerb nicht zurückzufallen. Tressel: „Wir brauchen jetzt ein verkehrspolitisches Sofortprogramm, das praktische Verbesserung im Alltagsverkehr ebenso beinhaltet, wie die Innovation im Bereich der Autobauer. Die Industrie wäre gut beraten, sich jetzt schnell an die Spitze der Bewegung zu stellen und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandortes zu sichern.“

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