03.04.2019

Fahrgastrechte: Jost kann beim SaarVV schonmal anfangen

Tressel: E-Mail-Adresse für Entschädigungsanträge einrichten

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Online-Entschädigung im Eisenbahnverkehr fordert der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel Verbraucherschutzminister Jost auf, daheim anzufangen und ein Online-Entschädigungsverfahren im SaarVV auf den Weg zu bringen. SaarVV-Kunden müssten ihre Rechte im Bahnverkehr immer noch per Brief geltend machen, weder E-Mail noch ein App-basiertes Verfahren seien möglich. Tressel wirft Verbraucherschutzminister Jost vor, lieber bundesweit auf die Online-Entschädigung zu drängen, statt im SaarVV damit anzufangen. Eine E-Mail-Adresse wäre schonmal ein großer Schritt.

„Was Verbraucherschutzminister Jost gegenüber der Deutschen Bahn fordert, könnte beim SaarVV bereits seit Jahren übliche Praxis sein. Immer noch müssen Fahrgäste des SaarVV im Eisenbahnverkehr ihre Entschädigungsanträge per Post einreichen, statt bequem per Smartphone-App oder zumindest mal per E-Mail. Wir brauchen auch im SaarVV endlich ein Online-Entschädigungsverfahren, zumindest mal eine E-Mail-Adresse, an die man Anträge schicken kann“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Notwendig sei zudem eine Mobilitätsgarantie im SaarVV, wie dies in vielen anderen Verkehrsverbünden bereits selbstverständlich ist. Tressel: „Viele Verkehrsverbünde bieten ihren Fahrgästen eine Mobilitätsgarantie an, um einerseits die fehlenden gesetzlichen Fahrgastrechte im Bus- und Straßenbahnverkehr zu ersetzen und andererseits zugleich die gesetzlichen Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr im Interesse ihrer Fahrgäste auszuweiten. Im SaarVV fehlt hingegen bis heute eine Mobilitätsgarantie. Das Saarland lässt die Fahrgäste im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen.“

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