22.08.2014

Fluglärm: Tressel kritisiert Bundesregierung

Anlässlich der Ergebnisse einer erneuten Kleinen Anfrage von Markus Tressel wirft der saarländische Bundestagsabgeordnete und Generalsekretär der Grünen Saar der Bundesregierung bloße Lippenbekenntnisse vor: 

„4847 Flüge allein 2013, das macht im Schnitt 20 Starts pro Arbeitstag – eine unfassbare Lärmbelästigung für die betroffenen Anwohner. Schön, wenn die Bundesregierung meint, eine gleichmäßige Verteilung der Flüge über verschiedene Sektoren könnte die Belastung mindern. Ich bezweifle allerdings stark, dass das überhaupt passiert. Zumal die Bundesregierung in der Antwort auf unsere Anfrage im selben Atemzug zugibt, dass sie die Auswirkungen des Fluglärms nicht interessiert: Erhebungen werden nicht gemacht, auch Überschallflüge werden nicht erfasst.“ 

Über dem Saarland und der Westpfalz befinden sich zwei für militärische Flugübungen vorgesehene Lufträume, der Temporary Reserved Airspace 205/305 (TRA LAUTER) und die Multinational Aircrew Electronic Warfare Tactics Facility (MAEWTF) POLYGONE, eine Einrichtung der NATO zum Training elektronischer Kriegsführung. Auch Abfangübungen vergleichbar mit der, die im Juni im Sauerland zu einem Zusammenstoß eines Learjets mit einem Eurofighter führte, finden in dem Lufttraum statt, so die Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage Anfang Juli. 

Tressel: „Eine gleichmäßig verteilte Belastung bleibt eine Belastung. Wir brauchen endlich Grenzwerte für Fluglärm, der von militärischen Übungen ausgeht. Die Gebiete für Übungsflüge müssen auf unbewohnte Gegenden verlagert werden. Nur dann kann von einer wirklichen Entlastung die Rede sein.“