01.03.2019

Grünen-Anfrage: Bahn koppelt Saarbrücken bei Streckensperrungen weiter ab

Tressel: Saarbrücken braucht verlässliches Fernverkehrsangebot

Die Deutsche Bahn stellt bei Streckensperrungen ihr Fernverkehrsangebot ab Saarbrücken auch künftig wieder weitestgehend ein, so auch zwischen dem 19. und 22. April. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Tressel hervor. Offenbar waren die ICE-Ausfälle des vergangenen Sommers auch kein Thema zwischen Landesregierung, Bundesverkehrsministerium und DB-Fernverkehr.

"Die nächste geplante Streckensperrung findet zwischen dem 19. und 22. April wegen Bauarbeiten bei Haßloch statt. Statt vier ICE-Zugpaaren verkehrt in dieser Zeit lediglich noch ein ICE-Zugpaar zwischen Saarbrücken und Paris. Die ICE-Fahrten nach Frankfurt entfallen komplett. Fernverkehrsreisende aus Saarbrücken bleiben mal wieder im Regen stehen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen. Dabei war das Saarland bereits im vergangenen Sommer massiv von ICE-Ausfällen betroffen.

Müssten ICE-Züge ausfallen, habe die Bahn einen Ersatzverkehr anzubieten. Dies sei sogar im Nahverkehr völlig selbstverständlich. Saarbrücken brauche ein verlässliches Fernverkehrsangebot. Tressel: „Ist ein Streckenabschnitt gesperrt, muss die Bahn zumindest ICE-Teilfahrten bis nach Saarbrücken anbieten. Im Dieselbetrieb sind auch Ersatzzüge über die Nahestrecke als Umleitung möglich. Auch hat die Bahn anderswo schon bewiesen, dass sie Fernverkehrszüge durch Reisebusse ersetzt.“ Die Saar-Wirtschaft sei auf ein verlässliches Fernverkehrsangebot nach Frankfurt und Paris dringend angewiesen. Auch für die Frankreich-Strategie sei es ein Armutszeugnis, wenn die Bahn immer wieder Paris-Verbindungen unnötigerweise streiche.

Die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Schriftliche Frage von Markus Tressel finden Sie hier.