10.05.2019

Grünen-Anfrage: Immer wieder Zugausfälle auf der Niedtalbahn

Bahnstrecke fällt bei der DB-Regio offenbar hinten runter – Verkehrsministerin Rehlinger in der Pflicht

Seit Jahresbeginn kam es bereits an neun Tagen zu Zugausfällen auf der Niedtalbahn, meistens wegen defekten Fahrzeugen. Auch dauerte es offenbar ein Vierteljahr, bis die DB-Regio in der Lage war, überhaupt durchgehend barrierefreie Fahrzeuge einzusetzen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Tressel hervor. Der Grünen-Politiker wirft der DB-Regio vor, die Bahnstrecke hinten runter fallen zu lassen. Das Saarland dürfe sich als Aufgabenträger einen unzuverlässigen Betrieb auf dem Rücken der Berufstätigen und Schüler nicht weiter bieten lassen. Verkehrsministerin Rehlinger müsse dies gegenüber dem Betreiber nun deutlich machen.

„Wie das Bundesverkehrsministerium auf meine Anfrage hin mitteilt, gab es seit Jahresbeginn schon an neun Tagen Zugausfälle auf der Niedtalbahn zwischen Dillingen, Siersburg und Niedaltdorf: am 16. Januar, am 13. und 19. Februar, am 4., 5. und 6. März und auch am 9., 11. und 12. April. Ursachen waren meistens kaputte Züge. Hinzu kommt, dass es offenbar über ein Vierteljahr dauerte, bis die DB-Regio in der Lage war, einen dauerhaften Betrieb mit barrierefreien Fahrzeugen sicherzustellen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen. Offenbar falle die Bahnstrecke beim Betreiber DB-Regio mal schnell hinten runter. „Die Bahnstrecke genießt bei der DB-Regio offensichtlich einfach keine Priorität."

Das Saarland dürfe sich als Aufgabenträger einen unzuverlässigen Betrieb durch die DB-Regio nicht weiter bieten lassen. Tressel: „Unter den Zugausfällen leiden Berufstätige wie Schüler. Die Bahnstrecke verliert an Attraktivität. Die DB-Regio muss nun unverzüglich sicherstellen, dass die Fahrzeuge nicht alle paar Wochen wegen technischer Defekte ausfallen.Wie die April-Ausfälle belegen, gehen die Probleme wohl auch mit den, seit März endlich durchgehend im Einsatz befindlichen barrierefreien Fahrzeugen, einfach weiter. Sind künftig zudem Baustellen notwendig, müssen sie zeitlich so gelegt werden, dass der Verkehr möglichst nicht beeinträchtigt wird. Wir brauchen verlässliche Zugverbindungen. Verkehrsministerin Rehlinger ist in der Pflicht, dies mit Nachdruck einzufordern.“

Hier finden Sie die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Schriftliche Frage von Markus Tressel MdB.