20.08.2019

Grünen-Anfrage: Viele Fernverkehrszüge immer noch unpünktlich

Tressel: Verlässliche Fernverkehrsanbindung sicherstellen

Die Abfahrts- und Ankunftspünktlichkeit der Fernverkehrszüge in Saarbücken lag im zweiten Quartal 2019 je nach Zuggattung zwischen 79,4 und 98 Prozent. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Tressel hervor. Der Grünen-Politiker drängt auf stabilere und pünktlichere Verbindungen. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Saarland sei auf verlässliche Bahnverbindungen angewiesen.

„Wie mir die Bundesregierung mitteilt, lagen im zweiten Quartal dieses Jahres am Saarbrücker Hauptbahnhof die Ankunfts- und Abfahrtspünktlichkeiten der TGV-Züge bei 83,8 bzw. 79,4 Prozent, der ICE-Züge bei 85,7 Prozent bzw. 83,2 Prozent und der IC/EC-Züge bei 89 bzw. 98 Prozent (wobei alle IC/EC-Züge in Saarbrücken beginnen). Hinzu kommt, dass Züge mit weniger als sechs Minuten Verspätungen gar nicht in der Verspätungsstatistik der Bahn erfasst werden. Offenbar bekommt die Deutsche Bahn die Verspätungsproblematik einfach nicht in den Griff“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Der Grünen-Politiker fordert von der Deutschen Bahn Verlässlichkeit bei der Fernverkehrsanbindung des Saarlandes. Tressel: „Viele Verspätungen potenzieren sich für Umsteigereisende, die Anschlüsse verpassen, meist noch deutlich. Aus wenigen Minuten können bis zum eigentlichen Zielbahnhof schnell mal eine Stunde oder mehr werden. Umso wichtiger ist es, stabile und pünktliche Fernverkehrsverbindungen von und ab Saarbrücken konsequent sicherzustellen. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Saarland ist auf verlässliche Bahnverbindungen angewiesen."

Bundesregierung und Bahn müssten sich dabei an der Schweiz oder Österreich orientieren. Tressel: „Wir brauchen eine Pünktlichkeitsquote von über 95 Prozent, die sich an der Schweiz oder Österreich orientiert. Bundesregierung und Deutsche Bahn müssen hier dringend gegensteuern und ihr jahrelanges Desinteresse und Missmanagement beenden.“

Hier finden Sie die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Schriftliche Frage von Markus Tressel.

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