Landwirtschaft 26.09.2018

Höfesterben im Saarland

Tressel fordert Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik im Saarland.

Die Zahl der Bauernhöfe im Saarland hat sich in den letzten zwanzig Jahren drastisch verringert, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des grünen Bundestagsabgeordneten Markus Tressel hervor geht. Während die Zahl der statistisch erfassten Landwirtschaftsbetriebe seit 1999 um mehr als ein Drittel gefallen ist, hat sich die Zahl der größeren Betriebe mit mehr als 200 Hektar Fläche fast verdreifacht. Tressel fordert deshalb eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik um dem Höfesterben entgegenzuwirken.

Tressel weiter: „Der Strukturwandel in der Landwirtschaft macht auch vor dem Saarland nicht halt. Es vollzieht sich ein leises, aber konstantes Sterben der bäuerlichen Landwirtschaft. Die einzelnen Betriebe wachsen, aber die Anzahl an Betrieben insgesamt geht zurück, vor allem kleinere Betriebe bleiben auf der Strecke. Denn bei dem preislichen Unterbietungswettbewerb der Großbetriebe bundesweit und der Lebensmittelindustrie können die kleinen, saarländischen Höfe oft nicht mithalten und sind vielfach in ihrer Existenz bedroht. Deshalb brauchen wir eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Der Teufelskreis aus immer größeren Betrieben, immer mehr Tieren, immer mehr Investitionsbedarf, immer kleineren Gewinnmargen und mehr größerer Abhängigkeit von Subventionen muss durchbrochen und Alternativen entwickelt werden, die der kleinbäuerlichen Landwirtschaft eine Perspektive geben.

Erläuterung: Im Jahr 1999 gab es erst 27 Betriebe mit mehr als 200 ha im Saarland und im Jahr 2016 bereits 75 Betriebe dieser Größenordnung. Die Anzahl an Betrieben mit weniger als 100 ha sank hingegen deutlich. Obwohl 2010 eine Umstellung der Statistik erfolgte, lässt sich sowohl für den Zeitraum vor 2010 als auch danach ein deutlicher Abwärtstrend bei der Anzahl der kleinen Betriebe erkennen.

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