Kraftwerk Hambach 02.02.2010

Kraftwerk Hambach Thema im Europaausschuss

Grenznahe Energieerzeugung in Frankreich

Willger-Lambert: "Wir Grüne begrüßen, dass die saarländische Umweltministerin einen grenzüberschreitenden Dialog zur zukünftigen Energieversorgung in der Großregion angekündigt hat.". Wünschenswert sei aus Sicht der Grünen-Landtagsfraktion ein gemeinsames Konzept zur nachhaltigen Stromversorgung auf der Basis Erneuerbarer Energien. "Das geplante Gaskraftwerk in Hambach erfüllt die Anforderungen an eine effiziente und umweltschonende Energieerzeugung nicht." erklärte Willger-Lambert. Mit 900 Megawatt sei das Kraftwerk zu groß dimensioniert. Ein weiterer Kritikpunkt sei, dass eine Nutzung der Abwärme am Standort in Hambach nicht geplant und auch nicht möglich sei. Willger-Lambert: "Gas- und Dampf-Kraftwerke sind grundsätzlich besser und sicherer für die Umwelt als Kohle- oder Atomkraftwerke. Allerdings nur dann, wenn sie einen hohen Wirkungsgrad durch maximale Wärmeauskopplung haben und sich die Größe der Anlage am Strombedarf in der Umgebung orientiert." In der Region gäbe es keinen zusätzlichen Bedarf an Strom. Das neue Kraftwerk in Hambach solle als Ergänzung zum Atomkraftwerk in Cattenom gebaut werden, um Spitzenlasten abzudecken, die mit dem AKW alleine nicht erreicht werden könnten.


"Wir wollen den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Saarland und in der Großregion vorantreiben, damit zukünftig die Strom- und Wärmeversorgung zunehmend auf Basis der Erneuerba-ren Energien erfolgen kann. Großkraftwerke stehen diesem Ziel entgegen. Sie können – im Gegensatz zu kleinen, dezentralen Einheiten - im Kraftwerkspark der Zukunft nicht flexibel gesteuert werden und konterkarieren damit den bundesgesetzlich vorgeschriebenen Vorrang für Erneuerbare Energien. Diese Konkurrenz im Netz ist heute schon zu beobachten und wird sich zu einem großen Problem ausweiten. Nach unserer Auffassung darf die Gesamtleistung eines neuen Kraftwerkes daher 500 Megawatt nicht überschreiten." so Willger-Lambert abschließend.

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