Militärischer Fluglärm 08.12.2015

Noch mehr Fluglärm durch geplante grenzüberschreitende Militärflugzone

Tressel: Bouillon mit Plänen zur Fluglärmreduzierung gescheitert

Der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel befürchtet ein weiteres Anwachsen des militärischen Fluglärms im Saarland. Hintergrund ist eine geplante grenzüberschreitende Militärflugzone mit Frankreich, in der ein Großteil der alten TRA Lauter aufgehen soll. Künftig habe man deshalb im Saarland noch weniger Einfluss auf den Betrieb der am stärksten frequentierten militärischen Flugzone in Deutschland. Offenbar sei diese Planung jahrelang an den Betroffenen vorbei betrieben worden. Die neue Zone soll bereits im März 2016 starten und ab 2018 vollständig gemeinsam mit der französischen Luftwaffe betrieben werden. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage Tressels hervor.

Der Grünen-Politiker erklärt hierzu: „Das Saarland war schon bisher durch die TRA Lauter über die Maßen von militärischen Fluglärm betroffen. Die nun getätigte Aussage auf unsere schriftliche Frage hin, dass durch die Einrichtung einer neuen binationalen Militärflugzone keine signifikanten Auswirkungen durch Militärfluglärm kommen wird, darf stark bezweifelt werden, wird doch im gleichen Atemzug von Kapazitätserweiterungen im betroffenen Korridor gesprochen. Statt weniger wird es künftig wahrscheinlich mehr Fluglärm geben. Das ist nicht hinnehmbar.“

Ebenso lasse die Aussage aufhorchen, dass andere Übungszonen in Deutschland gleichzeitig nicht stärker frequentiert werden sollen. Tressel: „Das bedeutet, dass wir im Saarland weiter den größten Teil des militärischen Flugbetriebes in Deutschland ertragen müssen und jetzt noch Übungsbetrieb der französischen Luftwaffe dazubekommen. Durch die aktuelle Weltlage wird das Bedürfnis nach Militärübungsflügen eher steigen. Innenminister Bouillon ist in Berlin gescheitert. Es wird keine Umverteilung geben, sondern eine Verschlechterung der Einflussmöglichkeiten der deutschen Politik.“ Zudem müsse die Frage gestellt werden, warum weder Bundes- noch Landesregierung jemals von dieser Entwicklung berichtet haben.

Tressel forderte erneut eine deutliche Reduzierung der seit Jahren andauernden Lärmbelastung durch Militärfluglärm, deren gesundheitliche Auswirkungen deutlich unterschätzt würden. Die jetzt geplante Zone sei kein Fort- sondern ein Rückschritt.

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