Naturschutz 13.08.2018

Saar-Autobahnen weitestgehend ohne Querungshilfen für Tiere

Tressel: Zerschnittene Lebensräume wieder besser vernetzen

Entlang der meisten Autobahnen und Bundesstraßen im Saarland gibt es keine Querungshilfen für Tiere wie Grünbrücken oder Kleintier- und Amphibientunnel. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Tressel hervor. Der Grünen-Politiker hat Bundesregierung und Landesregierung aufgefordert, zerschnittene Lebensräume durch den Bau von Tier-Querungshilfen wieder besser zu vernetzen. Bei Straßensanierungen seien Querungshilfen gleich mitzuplanen.

Das Bundesverkehrsministeriums legt auf Grundlage von Angaben der Landesregierung dar, dass im saarländischen Autobahnbereich lediglich an der A8 - und dort auch meist nur im Abschnitt zwischen Merzig und Perl - überhaupt Tier-Querungshilfen existieren. Im Bundesstraßenbereich sind vereinzelte Querungshilfen zudem an der B51 und der B269 vorhanden. Grünbrücken gibt es bei Bundesfernstraßen im Saarland gar keine.

„Entlang der meisten Autobahnen und Bundesstraßen im Saarland gibt es offenbar bis heute keine dauerhaften Querungshilfen für Tiere. Dabei hat die hohe Straßendichte im Saarland, insbesondere auch die vielen Autobahnkilometer, zahlreiche Lebensräume zerschnitten. Die im Bundesvergleich extrem hohe und weiter wachsende Autodichte im Saarland verschärft dieses Problem weiter“, sagt der grüne Bundestagsabgeordnete Markus Tressel.

Der Grünen-Politiker hat Bundes- und Landesregierung aufgefordert, zerschnittene Lebensräume wieder besser zu vernetzen. Tressel: „Wir brauchen mehr Querungshilfen für Tiere entlang der Autobahnen und stark befahrenen Bundesstraßen im Saarland wie Kleintier- und Amphibientunnel, aber auch Grünbrücken wie es sie in Rheinland-Pfalz schon gibt. Bei Straßensanierungen müssen Querungshilfen für Tiere gleich mitgeplant werden.“

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