Flughäfen 30.07.2018

Bund muss bei Sicherheitskontrollen in der Verantwortung bleiben

Anlässlich der aktuellen Diskussion um eine Neuordnung der Sicherheitskontrollen an Flughäfen warnt Markus Tressel, der tourismuspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, vor einem Rückzug des Bundes aus der Verantwortung für die Sicherheit in Flugzeugen. Tressel weiter:

 „Ich sehe das sehr hohe und auch aufgrund der Lage gebotene Sicherheitsniveau an deutschen Flughäfen gefährdet, wenn sich der Bund weitgehend aus den Sicherheitskontrollen zurückzieht. Mit einer de-facto-Privatisierung der Sicherheitskontrollen droht ein weiterer Preiskampf zwischen den Sicherheitsdienstleistern, der in diesem personalintensiven Geschäft fast zwangsläufig zu Abstrichen bei der Anzahl des Personals oder bei der Auswahl und Ausbildung der Mitarbeiter führen muss. Die Bundespolizei muss deshalb auch in Zukunft eine tragende Rolle bei der Gestaltung und Umsetzung der Sicherheitskontrollen als hoheitliche Aufgabe innehaben. Gleichwohl sind alle Akteure, Bundespolizei, Flughäfen und Airlines angesichts der aktuellen Entwicklungen gefordert, die Abläufe bei den Sicherheitskontrollen effizienter zu gestalten, ohne das Sicherheitsniveau abzusenken.

Die Airlines schaffen mit ihrer Preispolitik beim Gepäck ganz klar einen Fehlanreiz, der zu längeren Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle führt. Damit sind auch die Airlines in der Verantwortung, dass Problem zu beheben, entweder in dem sie die Gebühren für die Gepäckaufgabe reduzieren oder indem sie für zusätzliche Kapazitäten bei der Sicherheitskontrolle bezahlen. Das Problem haben die Airlines selbst mitgeschaffen, es darf nicht bei den Verbrauchern hängen bleiben.“

Die Ergebnisse des ersten Tourismusgipfels 2011.