Fluggastrechte 21.03.2014

Verbraucher sollen für Airlines bezahlen

Anlässlich der heute vorgestellten aktuellen Berechnungen des Dienstleisters flightright im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, hat der saarländische Bundestagsabgeordnete Markus Tressel die Bundesregierung erneut aufgefordert, sich im EU-Ministerrat für den Erhalt der bestehenden Entschädigungsregelungen einzusetzen.

Tressel: „Die Bundesregierung muss ihr Gewicht in den laufenden Verhandlungen um einen gemeinsamen Standpunkt des EU-Minsterrates ganz konkret dafür nutzen, dass es bei Entschädigungszahlungen für den Reisenden nach 3, 5 bzw. 7 stündiger Wartezeit – je nach Länge des Fluges - bleibt. Der von der EU-Kommission eingebrachte Vorschlag, Entschädigungen erst nach 5, 9 bzw. 12-stündiger Wartezeit anzusetzen, würde nach den neuesten Berechnungen dazu führen, dass das Volumen von Entschädigungszahlungen alleine für die deutschen Passagiere um 384 Millionen Euro im Jahr sinken würde. EU-weit hätten Fluggäste 2,5 Milliarden Euro niedrigere Ansprüche auf Ausgleichszahlungen. Ein schönes Geschenk für die Fluglinien auf Kosten der Verbraucher.“

Bei einer Befragung der Bundesregierung im Tourismusausschuss am vergangenen Mittwoch habe sich diese erneut um eine eindeutige Positionierung in dieser zentrale Frage gedrückt.  Tressel: „Es kann nicht sein, dass sich die Bundesregierung mit dem Thema Verbraucherschutz schmückt, und dann an entscheidender Stelle die Verbraucher die Zeche zahlen lässt.“

 

Die Berechnungen finden Sie hier.