Urlaubszeit 18.06.2013

Ferienkorridor ausweiten

Markus Tressel hat in der Debatte um die Ferienzeiten die Bundesländer aufgefordert, den Ferienkorridor deutlich auszuweiten. Damit könnte die Verkehrssituation in den Sommerferien entspannt und eine gleichmäßigere Auslastung der Ferienregionen erreicht werden. Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hatte dazu gestern eine Studie zu den Effekten von Lage und Dauer der gesamten Schulferientage auf den Deutschlandtourismus vorgelegt.

Markus Tressel sieht alle Bundeländer in der Pflicht, den möglichen Sommerferienkorridor von rund 90 Tagen auszuschöpfen: „Damit entlastet man nicht nur die Straßen und sonstigen Verkehrswege, sondern auch den Geldbeutel der Familien. Durch eine künstliche Verengung des Ferienkorridors wird das touristische Angebot in den Ferienregionen verknappt, damit steigen die Preise. Statt der möglichen rund 90 Tage betrug der Ferienkorridor im vergangenen Jahr nur rund 70 Tage.“ Zurückzuführen sei dies auch auf die Weigerung vor allem von Bayern, seinen Ferienbeginn flexibel im Zusammenspiel mit den anderen Bundesländern zu gestalten.

2014 stehe die Festlegung der Termine für die Sommerferien der Jahre 2018 bis 2024 durch die Kultusministerkonferenz (KMK) an. Tressel: „Diese neuerliche Chance muss genutzt werden um hier zu einer sachgerechten Lösung zu kommen. Die Bundesländer, die nicht am rollierenden System teilnehmen müssen ihren Widerstand aufgeben. Das ist im Interesse des Deutschland-Tourismus und der Reisenden. Letztlich würde das auch den bayerischen Urlaubsregionen zugute kommen.“  

Tressel forderte die saarländische Landesregierung auf, in den Verhandlungen zur Festlegung der Ferientermine im kommenden Jahr Druck in der Kultusministerkonferenz zu machen. Die Länder, die sich bisher immer am rollierenden System beteiligten, leiden an den Ferienzeiten-Egoismen vor allem von Bayern. Diese müssten nach Ansicht der Grünen hinten angestellt werden.

Die Ergebnisse des ersten Tourismusgipfels 2011.