Tourismuspolitik 18.12.2013

Neue Bundesregierung: Tourismuskompetenzen bündeln

Tressel fordert bessere Vernetzung und Stärkung des Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus

Anlässlich der Regierungsbildung hat der saarländische Bundestagsabgeordnete und Tourismusexperte der Bundestagsfraktion Markus Tressel die neue Bundesregierung aufgefordert, die Chance für eine zukunftsweisende Tourismuspolitik zu nutzen und die Kompetenzen in der Tourismuspolitik zu bündeln. Dazu gehöre auch eine Stärkung des Ausschusses im Bundestag.

Der Tourismus trage in vielen ländlichen Gebieten wesentlich zum Erhalt von Arbeitsplätzen, gesundem Einkommen und regionalen Wertschöpfungsketten bei. Bislang fungierte ein Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft als Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus und Mittelstand. Kompetenzen für die Tourismuspolitik sind aber zersplittert und neben dem Wirtschafts- auch dem Landwirtschafts-, Verkehrs- oder Forschungsministerium zugeordnet. Tressel: „Die Bundesregierung muss jetzt schnell tourismuspolitische Akzente setzen.“

Tressel: „Alle Bekenntnisse der Bundesregierung zu Stärkung von ländlichen Räumen sind Lippenbekenntnisse, solange es nicht zu einer deutlichen Intensivierung der tourismuspolitischen Aktivitäten auf Bundesebene kommt. Die Bundesregierung darf die Länder und Kommunen nicht länger mit den großen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Demografischer Wandel und klammen Kassen allein lassen, sondern muss eine Koordinierungsstelle für Regionale Wirtschafts- und Tourismuspolitik schaffen, die als zentrales Ansprechorgan für alle Akteure fungieren kann und mit den entsprechenden Mitteln und Zuständigkeiten ausgestattet ist. Wir brauchen Strategien und Konzepte für die ländlichen Räume in Deutschland. Hier kann eine aktive Koordinierung auf Bundesebene entscheidende Dienste leisten.“

Eine Neuordnung und bessere Koordinierung der Tourismuspolitik und regionalen Wirtschaftspolitik müsse sich künftig auch im Zuschnitt der zuständigen Bundestagsausschüsse abbilden. Zu überlegen wäre, ob der Tourismusausschuss ebenfalls mit regionalwirtschaftlichen Kompetenzen gestärkt werden muss.

Die Ergebnisse des ersten Tourismusgipfels 2011.