Tourismus 10.06.2015

Ferienwohnungen wichtig für Tourismus in der Region

Ferienwohnungen wichtig für Tourismus in der Region

Anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion zu der bestehenden Rechtsunsicherheit bei der Genehmigung von Ferienwohnungen in Wohngebieten hat der Grüne Bundestagsabgeordnete und Tourismuspolitische Sprecher für die Schaffung von Rechtssicherheit geworben und auf die Bedeutung von Ferienhäuser für die touristische Infrastruktur im ländlichen Raum hingewiesen.

Urlaub im Ferienhaus ist innerhalb Deutschlands die zweit beliebteste Urlaubsform. Gerade für Familien ist Urlaub im Ferienhaus attraktiv, weil es bezahlbare und authentische Urlaubserlebnisse ermöglicht. Für die Eigentümer, Dienstleister und Kommunen – gerade im ländlichen Raum - sind Ferienwohnungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig kommt es durch Ferienwohnungen in Wohngebieten auch immer wieder zu Konflikten mit der ansässigen Bevölkerung. Sie haben ein berechtigtes Interesse an einer ruhigen und stabilen Wohnumgebung.

Die aktuelle oberlandesgerichtliche Rechtsprechung hat zu einer uneinheitlichen Praxis bei der Genehmigung von Ferienwohnungen geführt und steht im Gegensatz zur jahrzehntelangen Baupraxis in touristisch geprägten Gemeinden. Tressel: „Für die touristische Entwicklung ist diese Rechtsunsicherheit unglücklich und auch für die Bevölkerung vor Ort unbefriedigend.“ Eine schnelle Lösung – auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Urlaubssaison - sei aber nicht zu erwarten, so Tressel.

Wie sich aus der Antwort der Bundesregierung ergibt, prüft diese bereits eine Änderung der BauNVO im Zuge der anstehenden BauGB Novelle, will sich dabei aber umfassend mit den Ländern abstimmen. Hierzu der Grünen-Abgeordnete: „Ein konsensuales Vorgehen mit den Ländern ist hier sicherlich der richtige Weg um die Vielfalt der touristischen Landschaft und die damit verbundenen Spannungsfelder ausreichend zu berücksichtigen.“ Er warb weiterhin dafür das wirtschaftliche Potential des Tourismus für die Regionen nicht zu unterschätzen und mit Nachdruck auf allen Ebenen an einem fairen Interessenausgleich zu arbeiten.

Die Ergebnisse des ersten Tourismusgipfels 2011.